So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!.


Der Monatsspruch für Juli, Hosea 12,7.


Als diese Zeilen geschrieben wurden, hatte die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika gerade begonnen (Australien-Deutschland 0:4 am 13. Juni) – wenn sie gelesen werden, steht der Abschluss des Turniers unmittelbar bevor bzw. ist erfolgt. Und es sind wieder – für viele jedenfalls – Wochen voller hoher Emotionen zwischen Hoffen und Bangen, Freude und Verdruss, Zweifeln und Zuversicht. Und vielleicht ist es das auch, was die Spiele so interessant macht: der Ausgang ist offen. Der Sieg der Favoriten ist nicht garantiert und die Niederlage der Schwächsten auch nicht. (über die Frage, ob/was im Hintergrund eines solchen millionenschweren Sportereignisses manipuliert wird, wollen wir an dieser Stelle einmal nicht spekulieren). Also: der Ausgang ist offen; wir sind keine Propheten.
Anders, ganz anders, sieht es bei dem Propheten des Alten Testaments, bei Hosea, aus: Wenn wir den Vers, unseren Monatsspruch, im Zusammenhang des 12. Kapitels lesen, dann ist der Ausgang der Geschichte glasklar: Dieses Volk wird nicht die leiseste Chance haben, etwas zu gewinnen – bei Gott. Zu schwer sind die Vergehen, zu lang die Liste der Verfehlungen, schon von Mutterleib an: Lüge, Gewalttat, Betrug. Und selbst vor dem Kampf mit Gott hat es nicht zurückgeschreckt: Welche Vermessenheit, welche Überheblichkeit!
Dem Propheten, das Ende klar vor Augen, bleibt nur noch eines: ein letzter Ruf zur Umkehr: „So bekehre dich nun…“. Eine letzte Mahnung. – Oder doch etwa nicht? Gibt es – trotz des absehbaren und dann vernichtenden Urteils Gottes noch eine Chance? Aber woher soll sie kommen? Aus eigener Kraft wird sich dieses Volk doch nicht ändern (können).
Ein erstes, ein zaghaftes Anzeichen der Hoffnung auf einen guten Fort- und Ausgang setzt Hosea einige Verse weiter: „Ich aber, der Herr, bin dein Gott von Ägyptenland her…“ (v. 10). Hier nimmt der Prophet Bezug auf die Zusage Gottes von Alters her, seine liebende Zuwendung, seine Treue: Er geht mit – auch in den schlimmsten Zeiten.
Dieses erste zaghafte Anzeichen der Hoffnung gewinnt Kontur und Gestalt dann – sehr konkret – in der Person eines Menschen: Jesus. Auf ihn richtet sich, wie ein Punktstrahler im Theater, der Blick mit dem Monatsspruch für August aus dem Johannesevangelium. Auch hier hilft der Blick auf den Zusammenhang: er ist nämlich überschrieben „Jesus, das Licht der Welt“. Und das ist eine Glaubensaussage. Das Entscheidende ist schon geschehen. Das Entscheidende ist der Wille Gottes zur Vergebung und zur Versöhnung, der Wille zu einem neuen Anfang mit den Menschen. Den setzt er mit Jesus, mit Kreuz und Auferstehung und weiter mit dem Geschenk seines guten, heiligen Geistes in dieser Welt. Das Johanneswort (der Monatssspruch) deutet an, dass auch heute Menschen fehlbar urteilen und handeln, eben „wie Menschen“ – aber dass von der Seite Jesu, also Gottes, her keine Verurteilung erfolgt – sondern der Liebeswille Gottes ausschlaggebend ist, auch wenn Menschen das nicht – noch nicht immer – erkennen (v. 19). So nimmt die Geschichte – die Geschichte Gottes mit uns Menschen – entgegen allen ersten Erwartungen doch einen guten Ausgang. Das ist ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit.
Inzwischen sind nun Ferien – Zeit der Entspannung und Erholung – und Zeit, sich an Gottes großen Gaben zu erfreuen.
Es grüßt Sie von Herzen Ihr
Pfarrer M. Kennert


Zum Lobe Gottes...

... rufen in unseren Kirchen die Glocken, zum Lobe Gottes erklingen die Orgeln. Glocken und Orgeln gehören zu den ganz typischen Bestandteilen unserer Kirchen und oft auch Gemeindehäuser. So ist es auch in unserer Gemeinde - bis auf eine Ausnahme: Im Hermann-Stöhr-Haus in der Angerburger Allee ruft keine Glocke zum Gottesdienst. Das soll sich nun ändern. Zum 35-jährigen Jubiläum des Gemeindehauses am 3. Advent soll eine eigene Glocke erklingen. Die vorbereitenden Arbeiten haben schon begonnen; nun bitten wir um möglichst zahlreiche und großzügige Spenden für dieses Projekt (eine Glocke kostet etwa 4.000,— €).
Gleiches gilt auch für die Orgel in der Friedenskirche. Sie ist nun etwas in die Jahre gekommen, und deshalb steht nach 28 Jahren eine gründliche Generalüberholung an. Manches hat sich abgenutzt und muss erneuert werden. Auch hierfür bitten wir um Spenden - und der Betrag ist höher: ca. 28.000,— € sind veranschlagt.
Für beide Projekte - Glocke und Orgel - soll in diesem Jahr besonders gesammelt werden, damit sie möglichst lange weiter erklingen: zum Lobe Gottes. Wir bitten um Ihre großzügige Unterstützung!
Spendenkonto Friedensgemeinde:
Konto-Nr. 771 422
Ev. Darlehnsgenossenschaft eG Kiel
BLZ 210 602 37
Stichwort: Orgelsanierung oder Stichwort: Glocken


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